SdK 69: Johannes Mattes über Höhlenforschung

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By Daniel Meßner. Discovered by Player FM and our community — copyright is owned by the publisher, not Player FM, and audio is streamed directly from their servers. Hit the Subscribe button to track updates in Player FM, or paste the feed URL into other podcast apps.
Höhlen werden seit vielen Jahrhunderten als Wirtschaftsräume genutzt und gelten zugleich als mythische Orte, die häufig mit Fruchtbarkeit assoziiert wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine neue Form der Tiefenaneignung ein: Höhlen wurden vermessen, kartografiert und benannt. Anschließend entstand nicht nur eine deutschnationale Vereinsbewegung durch engagierte Tiefenalpinisten, sondern setzte auch eine Verwissenschaftlichung ein, die mit der Einrichtung eines eigenen Lehrstuhls an der Universität Wien ihren Höhepunkt erreichte. Der Historiker Johannes Mattes hat eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung geschrieben, in der es um das "Reisen ins Unterirdische" geht. Wir sprechen über das Begehen von Höhlen von der Antike bis zur einsetzenden Verstaatlichung im Zuge ihrer wirtschaftlichen Ausbeutung im Rahmen der Höhlendüngeraktion und über die Popularisierung durch Schauhöhlen, die bis in die Gegenwart reicht.

Chapters

1. Intro und Begrüßung (00:00:00)

2. Erkenntnisinteresse (00:02:50)

3. Mittelalter und Antike (00:03:54)

4. Raumaneignung (00:16:05)

5. Höhlenvermessung und Namensgebung (00:24:24)

6. Vereinsbildungen, Nationalismus (00:38:54)

7. Lehrstuhl für Höhlenforschung (00:40:00)

8. Verstaatlichung und Höhlendünger (00:50:40)

9. Geheimtipp (00:59:48)

10. Ergebnisse (01:00:30)

11. Musealisierung und Historisierung (01:01:32)

12. Höhlenforscherinnen (01:03:39)

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