Video: 🎅 Deutsche Weihnachtslieder #2: In der WeihnachtsbĂ€ckerei đŸȘ | Lieder zum Deutschlernen

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By Mark Rösler: deutscher Muttersprachler & Deutschlehrer, Genießer des Lebens und Philosoph, Mark Rösler: deutscher Muttersprachler, Deutschlehrer, and Genießer des Lebens und Philosoph. Discovered by Player FM and our community — copyright is owned by the publisher, not Player FM, and audio is streamed directly from their servers. Hit the Subscribe button to track updates in Player FM, or paste the feed URL into other podcast apps.

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Transkript

„In der WeihnachtsbĂ€ckerei
Gibt's so manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der WeihnachtsbÀckerei
In der WeihnachtsbĂ€ckerei“

Hallo, liebe Deutschlerner! Heute reden wir wieder ĂŒber deutsche Lieder und da Weihnachten zurzeit vor der TĂŒr steht, sprechen wir ĂŒber Weihnachtslieder.
Heute geht es um das Lied „In der WeihnachtsbĂ€ckerei“. Viel Spaß!

Das Lied „In der WeihnachtsbĂ€ckerei“ ist ein beliebtes Lied vom Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Rolf Zuckowski ist einer der bekanntesten und kommerziell erfolgreichsten deutschen Musiker.
Er hat sich dieses Lied ausgedacht, als er auf dem Weg war zu seiner Familie. Vorher hat er mit seiner Familie telefoniert und seine Frau hat ihm gesagt: „Wir backen PlĂ€tzchen.“

Das ist eine sehr beliebte und alte Tradition, zu Weihnachten PlÀtzchen zu backen. Das gehört zu Weihnachten fast wie der Tannenbaum.

Das ist etwas, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat, als ich Kind war: PlĂ€tzchen backen. Und dabei haben wir natĂŒrlich auch gerne dieses Lied gesungen, „In der WeihnachtsbĂ€ckerei“.

Zusammen werden wir uns den Liedtext anschauen und ich werde dir erklÀren, was er genau bedeutet.

„In der WeihnachtsbĂ€ckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der WeihnachtsbÀckerei
In der WeihnachtsbĂ€ckerei“

Ja, diese Strophe ist grĂ¶ĂŸtenteils klar, aber es gibt ein paar Stellen, die vielleicht ErklĂ€rung bedĂŒrfen.
Also, „in der WeihnachtsbĂ€ckerei gibt es manche Leckerei“.
Wenn etwas „lecker“ ist, dann heißt es: „Es schmeckt gut.“
Das ist ein Adjektiv, was man gerne gebraucht.
Wenn dich jemand fragt, „Schmeckt es dir? Schmeckt dir das Essen?“, dann kannst du sagen: „Es ist lecker!“
Und eine Leckerei ist ein Lebensmittel, meistens eine SĂŒĂŸigkeit, die sehr lecker schmeckt. Das ist eine Leckerei.

„Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei“

Was ist ein Knilch? Nun, ich habe dieses Wort noch nie (außer eben in diesem Lied) gehört, aber laut des Wörterbuchs bedeutet Knilch: ein unangenehmer Mann.
Einen unangenehmen Mann bezeichnet man umgangssprachlich als „Knilch“.

Eine Kleckerei, was ist das? Nun, das Verb „kleckern“ bedeutet, dass man eine FlĂŒssigkeit irgendwo heruntertropfen lĂ€sst und so Flecken verursacht. Das bedeutet „kleckern“.
Wenn ich etwas esse und ich esse sehr chaotisch, ich esse, ohne vorsichtig zu sein, dann kleckere ich. Ich kleckere mir vielleicht auf mein Hemd.
Wenn ich zum Beispiel in Berlin bin und einen Döner esse, dann ist die Gefahr, dass die Soße auf mein Hemd kleckert. Das ist nicht so gut.
Und „Kleckerei“ ist das Nomen, das entsteht aus diesem Verb. An der Endung („Kleckerei“) merkst du, dass es ein Nomen ist. Also eine Kleckerei ist die Idee, das Konzept, dass man kleckert. Also wenn jemand ganz viel kleckert, dann ist es eine Kleckerei und das passiert in der BĂ€ckerei.

Also in einer BĂ€ckerei wird gebacken, da haben wir genau dieselbe Idee, dass ein Verb zu einem Norman wird. Von „kleckern“ zu „Kleckerei“ und von „backen“ zu „BĂ€ckerei“, beide Male wird ein Verb zu einem Nomen.

Ja, in der WeihnachtsbÀckerei, da kleckern manche Elfen oder Kinder und das wird dann eine Kleckerei.

Die zweite Strophe. Die erste Strophe war ĂŒbrigens der Refrain und jetzt kommen wir zur zweiten Strophe:

„Wo ist das Rezept geblieben
Von den PlÀtzchen, die wir lieben?
Wer hat das Rezept
Verschleppt?“

„Verschleppen“ heißt natĂŒrlich, dass man eine Sache von einem Ort zu einem anderen Ort bringt. „Schleppen“ heißt eigentlich, dass der Gegenstand viel Gewicht hat, dass es sehr schwer ist, diesen Gegenstand zu bewegen.
Wenn ich – oder wenn der Weihnachtsmann einen großen Sack auf der Schulter hat, dann schleppt er diesen Sack, weil der Sack sehr schwer ist. Aber man kann auch ein Rezept verschleppen – besonders, wenn es sich dann reimt.

„Ich nicht“
„Du vielleicht?“
„Ich auch nicht“

Das ist die dritte Strophe. NatĂŒrlich fragen sich jetzt die Leute in der WeihnachtsbĂ€ckerei, wer das Rezept verlegt hat.
„Ich nicht“
„Du vielleicht?“
„Nein, ich auch nicht“

Die nÀchste Strophe:

„Na, dann mĂŒssen wir es packen“
(Wir mĂŒssen es schaffen. = Wir mĂŒssen es packen.)
„Einfach frei nach Schnauze backen
Schmeißt den Ofen an (oh ja!)
Und ran!“

Also. „Na, dann mĂŒssen wir es packen“: Das bedeutet, wir mĂŒssen es schaffen. Wenn man etwas anpackt, dann versucht man es, dann fĂ€ngt man damit an. Das bedeutet „packen“. Wenn man etwas packt, dann hat man es geschafft, dann ist man erfolgreich.

„Einfach frei nach Schnauze backen“: Das ist eine schöne deutsche Redewendung! „Frei nach Schnauze“ heißt, dass man es ohne Rezept macht.
Die „Schnauze“ ist die Nase eines Tieres. Man macht es also frei nach Schnauze, wenn man seinen Geruchssinn nutzt, zum Beispiel. Frei nach Schnauze. Wenn die Nase die Schnauze eines Tieres ist (andersrum!), dann kann man sich denken, dass man es nach Geruch macht.

Und 
 „Schmeißt den Ofen an“, das ist die dritte Zeile – ganz klar.
„Oh ja!“, Stimme aus dem Hintergrund: „Oh ja!“ Jemand freut sich, jemand sagt: „Ja, mach das. Schmeiß den Ofen an. Das ist gut.“
„Und ran!“, das ist die vierte Zeile der Strophe. „Und ran!“, das bedeutet: „Kommt alle und macht mit.“ Wenn man irgendwo ran geht, dann bedeutet das, das man dorthin geht und die Sache tut, aktiv wird.

Dann kommt wieder der Refrain:

„In der WeihnachtsbĂ€ckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der WeihnachtsbÀckerei
In der WeihnachtsbĂ€ckerei“

So. Jetzt die nÀchste Strophe:

„Brauchen wir nicht Schokolade
Zucker, NĂŒsse und Succade
Und ein bisschen Zimt?
Das stimmt“

Ja, das sind doch tolle Zutaten! Ein bisschen Schokolade reinmachen, Zucker, NĂŒsse und Succade – alles Zutaten, die die Backware sĂŒĂŸer machen und leckerer.

Was bedeutet Succade? Nun, Succade ist ein SĂŒĂŸungsmittel. Es besteht zu mindestens 65 % aus Zucker und wird aus Zitronen gewonnen. Man nutzt den Zucker von Zitronen, um Succade herzustellen und damit kann man dann Backwaren sĂŒĂŸen.

In der nÀchsten Strophe kommen weitere Zutaten vor:

„Butter, Mehl und Milch verrĂŒhren
Zwischendurch einmal probieren
Und dann kommt das Ei (pass auf)
Vorbei“

Also, „Butter, Mehl und Milch verrĂŒhren“, da beschreibt der Songtext, der Liedtext schon fast ein Rezept.
„Zwischendurch einmal probieren“, das bedeutet, dass man ein kleines StĂŒckchen nimmt, in den Mund nimmt und mal schmeckt, ob es schon gut ist oder ob man weitere Zutaten braucht.

„Und dann kommt das Ei. Pass auf!“, kommt es aus dem Hintergrund und dann die letzte Zeile:
„Vorbei“, damit es sich auch schön reimt mit „Ei“ und deswegen ruft die Person im Hintergrund vielleicht auch „Pass auf!“, weil ein Ei vorbeikommt; vielleicht wird es sogar geworfen.

Dann kommt wieder der Refrain:

„In der WeihnachtsbĂ€ckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der WeihnachtsbÀckerei
In der WeihnachtsbÀckerei

Bitte mal zur Seite treten
Denn wir brauchen Platz zum Kneten
Sind die Finger rein?
Du Schwein“

„Bitte mal zur Seite treten“, das ist eine Redewendung, die sehr nĂŒtzlich ist und die man öfters hört. „Zur Seite treten“ heißt, dass man weggeht, und zwar zur Seite.
Ich stehe hier, jemand möchte hier hin, dann trete ich zur Seite, ich gehe zur Seite.

„Denn wir brauchen Platz zum Kneten“; wir brauchen ein bisschen Platz; wir mĂŒssen ein bisschen Raum machen in der BĂ€ckerei und wir mĂŒssen den Teig kneten.
Denn in den vorherigen Strophen haben wir Butter, Mehl und Milch verrĂŒhrt, ein Ei hinzugefĂŒgt, also haben wir einen Teig und diesen Teig muss man kneten.

Bevor man den Teig knetet, sollte man allerdings die HĂ€nde waschen! Deshalb kommt im Lied die Frage: „Sind die Finger rein?“
„Rein“ ist ein Synonym fĂŒr „sauber“: Sind die Finger sauber?
„Du Schwein!“ Jemand hat anscheinend die HĂ€nde noch nicht gewaschen und deswegen sagt eine Person zur anderen: „Du Schwein!“
Saubere HĂ€nde sind wichtig beim Backen!

Und die vorletzte Strophe vor dem letzten Refrain:

„Sind die PlĂ€tzchen, die wir stechen
Erstmal auf den Ofenblechen
Warten wir gespannt
Verbrannt“

Das sollte nicht passieren, dass die PlĂ€tzchen verbrennen – nein, nein, nein! O je, das kann auch passieren in der WeihnachtsbĂ€ckerei, das etwas auf den Boden fĂ€llt.

„Sind die PlĂ€tzchen, die wir stechen
(Einmal) auf den Ofenblechen“

Also man sticht PlĂ€tzchen. Man hat einen Teig, den verbreitet man, den macht man sehr breit und dann hat man diese PlĂ€tzchenformen und man drĂŒckt die Formen in den Teig und das nennt man dann „PlĂ€tzchen stechen“, man sticht die PlĂ€tzchen.

Und wenn man fertig ist, macht man diese PlĂ€tzchen auf die Ofenbleche oder auf ein Ofenblech und wartet gespannt. Man wartet, bis die PlĂ€tzchen fertig sind im heißen Ofen.

Dann die letzte Zeile der Strophe: „Verbrannt!“
Das bedeutet, dass man zu lange gewartet hat und die PlĂ€tzchen schwarz geworden sind. Das ist nicht so gut. Aber wenn man aufpasst, verbrennen die PlĂ€tzchen natĂŒrlich nicht.

Und letzte Strophe ist wieder der Refrain:

„In der WeihnachtsbĂ€ckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der WeihnachtsbÀckerei
In der WeihnachtsbĂ€ckerei“

Das war „In der WeihnachtsbĂ€ckerei“ von Rolf Zuckowski, ein Lied aus dem Jahre 1993. Da war ich gerade mal drei Jahre alt und habe vielleicht schon damals als einer der ersten Kinder dieses Lied gesungen.

Vielen Dank fĂŒrs Zuschauen! Ich hoffe, dir hat dieses Video gefallen. Ich wĂŒnsche dir viel Spaß beim Singen dieses Liedes, besonders wenn gerade Weihnachten ist.
Wir sehen uns spĂ€ter. TschĂŒss!

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